Wo mag denn nur mein Christian sein,
In Hamburg oder Bremen?
Schau ich nur seine Stube an,
So denk ich an mein Christian.
In seiner Stube da hängt ein Holz,
Damit hat er gedroschen.
Schau ich mir diesen Flegel an,
So denk ich an mein Christian.
Auf unserm Hof, da steht ein Klotz,
Darauf hat er gesessen.
Schau ich mir diesen Holzklotz an,
So denk ich an mein Christian.
In unserm Stalle, da steht ’ne Kuh,
Die hat er oft gemolken.
Schau ich mir dieses Rindvieh an,
So denk ich an mein Christian.
oder:
In unserm Stalle, da steht ein Ochs,
Den hat er selbst gemolken,
Höre ich dieses Rindvieh schrei’n,
So fällt mir gleich mein Christian ein.
Der Esel, der den Milchkarrn zog,
Den hat er selbst geführet.
Höre ich diesen Esel schrei’n,
So fällt mir gleich mein Christian ein.
Der Kommentar übergeht freilich, was unverkennbar ist: Flegel, Holzklotz, Rindvieh und Esel sind despektierliche Bezeichnungen für einen Mann. Am deutlichsten wird das an der Version mit "Ochs". Ein Christian kann ihn nicht gemolken haben, die Hauptsache ist, zu Rindvieh wird sofort Christian assoziiert.