Sonntag, 14. Juni 2026

Vöglein auf dem Baume sag

 

Vöglein auf dem Baume

Vöglein auf dem Baume sag, 

kennst du keine Sorgen? 

Sinnest nicht dem kommenden, 

bangem Tage morgen?

„Nein, ich kenne keine Sorgen, 

singe froh mein Liedchen; 

Gott im Himmel sorgt für mich, 

wie für jedes Blümchen.“

Vöglein auf dem Baume sag, 

wer gibt dir zu essen? 

Hat dich denn der liebe Gott 

nicht vielleicht vergessen?

„Nein, er hat mich nicht vergessen, 

gibt mir täglich Futter; 

sucht mir aus ein Körnlein fein, 

wie die rechte Mutter.“

Vöglein auf dem Baume sag, 

wer gibt dir ein Kleidchen? 

Friest du nicht im Winterwind, 

fliegst du durch die Heidchen?

„Nein, ich friere nicht im Winde, 

hab ein warmes Kleidchen; 

Gott im Himmel kleidet mich, 

flieg ich durch die Heidchen.“

Vöglein auf dem Baume sag, 

wer wird dich bewahren, 

wenn die bösen Schützen kommen, 

vor den großen Gefahren?

„Gott im Himmel schützt mich gut, 

will mich treu bewahren; 

kein Vöglein von dem Baume fällt, 

ohne seinen Willen.“

KI: Hintergrund: Das Lied greift ein bekanntes biblisches Motiv auf (aus der Bergpredigt, Matthäus 6: „Sehet die Vögel unter dem Himmel...“), das Kindern auf einfache und vertrauensvolle Weise vermitteln soll, dass sie behütet und versorgt sind.

Die mir vertraute Version lautet: 

Vöglein auf dem Baume sag, 

kennst du keine Sorgen? 

Zwitscherst fröhlich Tag für Tag

schon am frühen Morgen.

Samstag, 13. Juni 2026

Vöglein im hohen Baum

 

Strophe 1

Vöglein im hohen Baum,
klein ist's, ihr seht es kaum,
singt doch so schön,
dass wohl von nah und fern
alle die Leute gern
|: horchen und stehn. :|

Strophe 2

Blümlein im Wiesengrund
blühen so lieb und bunt,
tausend zugleich.
Wenn ihr vorübergeht,
wenn ihr die Farben seht,
|: freuet ihr euch. :|

Strophe 3

Wässerlein fließt so fort
immer von Ort zu Ort,
nieder ins Tal.
Dürsten nun Mensch und Vieh,
kommen zum Bächlein sie,
|: trinken zumal. :|

Strophe 4

Habt ihr es auch bedacht,
wer hat so schön gemacht
alle die drei?
Gott der Herr machte sie,
dass sich nun spät und früh
|: jedes dran freu. :|

Montag, 8. Juni 2026

An der Saale hellem Strande

 An der Saale hellem Strande

Stehen Burgen stolz und kühn.
Ihre Dächer sind gefallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.

Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild;
Doch dem Wandersmann erscheinen
In den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten zart und mild.

Droben winken holde Augen,
Freundlich lacht manch rother Mund.
Wandrer schauet in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.

Und der Wandrer zieht von dannen,
Denn die Trennungsstunde ruft;
Und er singet Abschiedslieder,
Lebewohl tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.

Von Franz Kugler 1826 auf der Rudelsburg verfasst

Unter Studenten verbreitet ist auch folgende Variation der letzten Strophe:

Und der Wandrer muß von dannen
von den Brüdern fortgebannt
und er singet Abschiedslieder
zieht zur Heimat, kehrt nicht wieder
an des Rheines kühlen Strand.[1][4]

(Wikipedia)

Donnerstag, 21. Mai 2026

Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen

 Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen

Lustig ist das Wanderblut
Ja, wir müssen in die Welt hinein fahren
Haben immer frohen Mut

Drum, liebe Eltern, seid nicht betrübet
Weil die Schöne Zeit ist aus
Denn mein Berliner*, der ist schon geschnüret
Und morgen geht´s zum Tor hinaus

Drum, liebes Schätzchen, sei nicht betrübet
Weil ich von dir scheiden muß
Haben wir einander treulich geliebet
So gib mir einen Abschiedskuß

Volksliedarchiv Text und Musik: Verfasser unbekannt –  aus Thüringen 


*Charlottenburger

vgl. Rucksack, Tornister


Gesang


Wie schön dass Du geboren bist

„Wie schön, dass du geboren bist“


[Strophe 1]
Heute kann es regnen, stürmen oder schneien
Denn Du strahlst ja selber wie der Sonnenschein
Heut' ist Dein Geburtstag, darum feiern wir
Alle Deine Freunde freuen sich mit Dir
Alle Deine Freunde freuen sich mit Dir

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten Dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

[Strophe 2]
Uns're guten Wünsche haben ihren Grund:
Bitte bleib noch lange glücklich und gesund
Dich so froh zu sehen ist was uns gefällt
Tränen gibt es schon genug auf dieser Welt
Tränen gibt es schon genug auf dieser Welt

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

Strophe 3]
Montag, Dienstag, Mittwoch, das ist ganz egal
Dein Geburtstag kommt im Jahr doch nur einmal
Darum lass uns feiern dass die Schwarte kracht
Heute wird getanzt, gesungen und gelacht
Heute wird getanzt, gesungen und gelacht

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

[Strophe 4]
Wieder ein Jahr älter, nimm es nicht so schwer
Denn am Älterwerden änderst Du nichts mehr
Zähle Deine Jahre und denke stets daran
Sie sind wie ein Schatz, den Dir keiner nehmen kann
Sie sind wie ein Schatz, den Dir keiner nehmen kann

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

Du bist du

Vergiss es nie,

dass du lebst,
war keine eigene Idee
und dass du atmest,
kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie,
dass du lebst,
war eines anderen Idee,
dass du atmest,
sein Geschenk an dich.

Du bist gewollt,
kein Kind des Zufalls,
keine Laune der Natur,
ganz egal,
ob du dein Lebenslied
in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes,
ein genialer noch dazu.
Du bist du, das ist der Clou,
du bist du, ja, du bist du.

Vergiss es nie,
niemand denkt und fühlt
und handelt so wie du,
und niemand lächelt,
so wie du's grad tust.
Vergiss es nie,
niemand sieht den Himmel
ganz genau wie 

du,und niemand hat je, 

was du weißt, gewusst.

Vergiss es nie,

dein Gesicht hat niemand sonst
auf dieser Welt,
und solche Augen
hast alleine du.
Vergiss es nie,
du bist reich,
ob mit, ob ohne Geld,
denn du kannst leben,

niemand lebt wie du. 


(Paul Janz)

Gesang Very Gesang



Samstag, 9. Mai 2026

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre

 Kriegslied

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,

Und rede Du darein!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blaß,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
Und vor mir weinten, was?

Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
In ihrer Todesnot?

Wenn tausend tausend Väter, Mütter, Bräute,
So glücklich vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
Wehklagten über mich?

Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ehren krähten
Von einer Leich' herab?

Was hülf mir Kron' und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

[Schlussstrophe des Erstdrucks:]
Doch Friede schaffen, Fried' im Land' und Meere:
Das wäre Freude nun!
Ihr Fürsten, ach! wenn's irgend möglich wäre!!
Was könnt Ihr Größers thun?