Donnerstag, 21. Mai 2026

Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen

 Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen

Lustig ist das Wanderblut
Ja, wir müssen in die Welt hinein fahren
Haben immer frohen Mut

Drum, liebe Eltern, seid nicht betrübet
Weil die Schöne Zeit ist aus
Denn mein Berliner*, der ist schon geschnüret
Und morgen geht´s zum Tor hinaus

Drum, liebes Schätzchen, sei nicht betrübet
Weil ich von dir scheiden muß
Haben wir einander treulich geliebet
So gib mir einen Abschiedskuß

Volksliedarchiv Text und Musik: Verfasser unbekannt –  aus Thüringen 


*Charlottenburger

vgl. Rucksack, Tornister


Gesang


Wie schön dass Du geboren bist

„Wie schön, dass du geboren bist“


[Strophe 1]
Heute kann es regnen, stürmen oder schneien
Denn Du strahlst ja selber wie der Sonnenschein
Heut' ist Dein Geburtstag, darum feiern wir
Alle Deine Freunde freuen sich mit Dir
Alle Deine Freunde freuen sich mit Dir

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten Dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

[Strophe 2]
Uns're guten Wünsche haben ihren Grund:
Bitte bleib noch lange glücklich und gesund
Dich so froh zu sehen ist was uns gefällt
Tränen gibt es schon genug auf dieser Welt
Tränen gibt es schon genug auf dieser Welt

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

Strophe 3]
Montag, Dienstag, Mittwoch, das ist ganz egal
Dein Geburtstag kommt im Jahr doch nur einmal
Darum lass uns feiern dass die Schwarte kracht
Heute wird getanzt, gesungen und gelacht
Heute wird getanzt, gesungen und gelacht

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

[Strophe 4]
Wieder ein Jahr älter, nimm es nicht so schwer
Denn am Älterwerden änderst Du nichts mehr
Zähle Deine Jahre und denke stets daran
Sie sind wie ein Schatz, den Dir keiner nehmen kann
Sie sind wie ein Schatz, den Dir keiner nehmen kann

[Refrain]
Wie schön dass Du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön dass wir beisammen sind
Wir gratulieren Dir, Geburtstagskind!

Du bist du

Vergiss es nie,

dass du lebst,
war keine eigene Idee
und dass du atmest,
kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie,
dass du lebst,
war eines anderen Idee,
dass du atmest,
sein Geschenk an dich.

Du bist gewollt,
kein Kind des Zufalls,
keine Laune der Natur,
ganz egal,
ob du dein Lebenslied
in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes,
ein genialer noch dazu.
Du bist du, das ist der Clou,
du bist du, ja, du bist du.

Vergiss es nie,
niemand denkt und fühlt
und handelt so wie du,
und niemand lächelt,
so wie du's grad tust.
Vergiss es nie,
niemand sieht den Himmel
ganz genau wie 

du,und niemand hat je, 

was du weißt, gewusst.

Vergiss es nie,

dein Gesicht hat niemand sonst
auf dieser Welt,
und solche Augen
hast alleine du.
Vergiss es nie,
du bist reich,
ob mit, ob ohne Geld,
denn du kannst leben,

niemand lebt wie du. 


(Paul Janz)

Gesang Very Gesang



Samstag, 9. Mai 2026

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre

 Kriegslied

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,

Und rede Du darein!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blaß,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
Und vor mir weinten, was?

Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
In ihrer Todesnot?

Wenn tausend tausend Väter, Mütter, Bräute,
So glücklich vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
Wehklagten über mich?

Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ehren krähten
Von einer Leich' herab?

Was hülf mir Kron' und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

[Schlussstrophe des Erstdrucks:]
Doch Friede schaffen, Fried' im Land' und Meere:
Das wäre Freude nun!
Ihr Fürsten, ach! wenn's irgend möglich wäre!!
Was könnt Ihr Größers thun?

Mittwoch, 29. April 2026

Ein getreues Herze wissen,

1.  Ein getreues Herze wissen,

ist des höchsten Schatzes Preis;
der ist selig zu begrüßen,
der ein treues Herze weiß.

Refrain

Mir ist wohl bei höchstem Schmerz,
denn ich weiß ein treues Herz.

2. Läuft das Glücke gleich zu Zeiten,
anders, als man will und meint:
ein getreues Herz hilft streiten,
wider alles, was ist Feind.

3. Sein Vergnügen steht alleine
in des andern Redlichkeit,
hält des andern Not für seine,
weicht nicht, auch bei böser Zeit

4. Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke;
Geld und Reichtum, das zerstäubt;
Schönheit lässt uns bald zurücke,
ein getreues Herze bleibt.


Mir ist wohl bei höchstem Schmerz,
denn ich weiß ein treues Herz.



Wikipedia: "[...] Schon auf der Rückreise aus Russland 1635 hatte Fleming in Reval die drei Töchter der Kaufmannsfamilie Niehusen kennengelernt. In seinem Gedicht an Elsabe Niehusen „Ein getreues Hertze wissen“ betonte er den Wert der Treue für die menschliche Selbstbehauptung. 1639 verlobte sich Fleming mit Anna Niehusen, der jüngeren Schwester Elsabes, nachdem Elsabe 1637 den in ihrem Elternhaus beschäftigten Hauslehrer Salomon Matthiae geheiratet hatte. [...]"


Montag, 20. April 2026

Es klappert der Huf am Stege

 Es klappert der Huf am Stege,

Wir ziehn mit dem Fähnlein ins Feld;
Blut´ger Kampf allerwege,
Dazu sind auch wir bestellt.
Wir reiten und reiten und singen,
Im Herzen die bitterste Not.
Die Sehnsucht will uns bezwingen
Doch wir reiten die Sehnsucht tot.

Dörfer und Städte flogen
Vorüber an unserem Blick.
Wir sind immer weiter gezogen,
Für uns gibt es kein Zurück.
Wir reiten durch Täler und Hügel,
Wo der Sommer in Blüte steht;
Es knirschen Zaumzeug und Zügel,
Der Wimpel hoch über uns weht.

Leis sinkt der Abend nieder,
Uns wird das Herz so schwer
Leiser werden die Lieder
Wir sehn keine Heimat mehr
Wir reiten und reiten und reiten
Und hören von fern schon die Schlacht
Herr, laß uns stark sein im Streiten
Dann sei unser Leben vollbracht.

Text: Hans Riedel
Musik: Robert Götz , 1920
aus Jugendland, eine deutsche Jugendzeitschrift

War das das Lebensgefühl junger Männer nach dem ersten Weltkrieg; „Keine Heimat mehr?“ Wie viele davon waren in den Freikorps und schlugen im März 1920 den ersten Generalstreik in der deutschen Geschichte blutig nieder: „Wir reiten die Sehnsucht tot!“

"Es diente außerdem als Jugenlied und kommt sogar im 1983 erschienenen Liederbuch der Fallschirmjäger vor."

Gesang

Es gibt erschreckend viele Soldatenlieder, und eine der häufigsten Reime ist der auf Tod.

Samstag, 18. April 2026

Morgenrot, Morgenrot

 Morgenrot, Morgenrot

leuchtest mir zum frühen Tod
Bald wird die Trompete blasen,
dann muß ich mein Leben lassen
ich und mancher Kamerad

Kaum gedacht, kaum gedacht
wird der Lust ein End gemacht!
Gestern noch auf stolzen Rossen
heute durch die Brust geschossen
morgen in das kühle Grab!

Ach wie bald, ach wie bald
schwindet Schönheit und Gestalt!
Strahlst du gleich mit deinen Wangen
die wie Milch und Purpur prangen
ach, die Rosen welken all!

Und was ist, und was ist
aller Männer Freud und Lust
Unter Kummer, unter Sorgen
sich bemühen am frühen Morgen
bis der Tag vorüber ist

Darum still, darum still
füg ich mich, wie Gott es will.
Nun, so will ich wacker streiten
und sollt ich den Tod erleiden
Stirbt ein braver Reitersmann!

Text: Wilhelm Hauff (1824)
Musik: schwäbisches Volkslied: „Ach wie bald ach wie bald „

Text: Volksliederarchiv

Gesang  Allerlei Uniformen, in der 1. Strophe: ein zum Tod Verurteilter wird zur Exekution geführt


Zupfgeigenhansel