Posts mit dem Label Kinderlied werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kinderlied werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Der Hamstertanz

Der Hamstertanz 

Dieser Tanz, dieser Tanz ist der Hamstertanz, 

dieser Tanz, dieser Tanz ist der Hamstertanz.

 Leg dich auf den Bauch, steh wieder auf 

und blas die Hamsterbacken auf. 

Leg dich auf den Bauch, steh wieder auf 

und blas die Hamsterbacken auf. 


Mit dem Kopf, mit dem Kopf wackle hin und her,

mit dem Kopf, mit dem Kopf wackle hin und her.

Dann dreh dich, dann dreh dich

dann dreh dich wie ein Kreisel herum.

Bleib stehen, bleib stehen

und hüpf auf einem Bein. 


Zur Melodie und Quelle auf Youtube



Teddybär

Teddybär, Teddybär, dreh dich rum,
Teddybär, Teddybär, mach dich krumm. 
Teddybär, Teddybär, heb ein Bein, 
Teddybär, Teddybär, das war fein. 

 Teddybär, Teddybär, bau ein Haus, 
 Teddybär, Teddybär, schau heraus. 
 Teddybär, Teddybär, zeig einen Fuß, 
 Teddybär, Teddybär, bestell einen Gruß. 

 Teddybär, Teddybär, rühr im Topf, 
Teddybär, Teddybär, schüttel den Kopf. 
 Teddybär, Teddybär, zeig deinen Schuh,
 Teddybär, Teddybär, wie alt bist du?    (Mit den Fingern zeigen :eins, zwei, drei ……..)

Donnerstag, 7. April 2022

Das Lied vom Dackelhund

 Carl Ferdinands

Morgens früh um sechse
steht der Dackel auf,
macht durch Haus und Garten
einen flinken Lauf,
kratzt auf allen Beeten,
riecht an jedem Stein,
wühlt sich in der Asche
bis an die Ohren ein.
Dickel, Duckel, Dackel,
Dackelhund,
frißt den Tag zwei Zentner
und wiegt nur sechs Pfund.
Morgens früh um sieben
bringt der Bäcker Brot,
der Dackel frisst zwei Semmeln,
als wäre Hungersnot,
Milch dazu `nen Teller
warm noch von der Kuh,
wir alle stehen drum herum
und gießen nochmal zu.
Dickel, Duckel, Dackel,
Dackelhund,
frißt den Tag zwei Zentner
und wiegt nur sechs Pfund.
Dann geht er in die Küche
Und hält bis Mittag Wacht,
und gibt auf jeden Brocken
allerbeste Acht:
Schabbelfleisch und Schinken,
Kartoffeln und Gemüs`,
Graupen, Reis und Laberdan,
alles schmeckt ihm süß.
Dickel, Duckel, Dackel,
Dackelhund,
frißt den Tag zwei Zentner
und wiegt nur sechs Pfund.

 

Mittags, wenn wir essen,
sitzt er auch dabei
und kommt zu einem jeden
richtig nach der Reih`:
Der Vater gibt `nen Klaps ihm,
die Mutter lässt ihn stehn,
doch wir Kinder füttern ihn,
das solltet ihr mal sehn.
Dickel, Duckel, Dackel,
Dackelhund,
frißt den Tag zwei Zentner
und wiegt nur sechs Pfund.


Nachmittags gibt’s Knochen und Suppe für den Durst

Abends zu dem Vesperbrot die Schalen von der Wurst.
Kriegt er nachts noch Hunger, frisst er was er find't,
die Troddeln von den Sesseln, die Wichse aus dem Spind.

Dickel, Duckel, Dackel,
Dackelhund,
frißt den Tag zwei Zentner
und wiegt nur sechs Pfund.

(Ergänzt aufgrund des Kommentars)

Sonntag, 2. Mai 2021

Vom Berg hinabgestiegen

 

Vom Berg hinabgestiegen
ist nun des Tages Rest;
Mein Kind liegt in der Wiegen,
Die Vöglein all‘ im Nest;
Nur ein ganz klein Singvögelein
Ruft weit daher im Dämmerschein:
„Gut‘ Nacht! gut‘ Nacht!
Lieb‘ Kindlein, gute Nacht!“

Das Spielzeug ruht im Schreine,
Die Kleider auf der Bank,
Ein Mäuschen ganz alleine
Es raschelt noch im Schrank,
Und draußen steht der Abendstern
Und winkt dem Kind aus weiter Fern‘:
„Gut‘ Nacht! gut‘ Nacht!
Lieb‘ Kindlein, gute Nacht!“

Die Wiege geht im Gleise,
Die Uhr pickt hin und her,
Die Fliegen nur ganz leise
Sie summen noch daher.
Ihr Fliegen, lasst mein Kind in Ruh‘!
Was summt ihr ihm so heimlich zu?
„Gut‘ Nacht! gut‘ Nacht!
Lieb‘ Kindlein, gute Nacht!“

Der Vogel und die Sterne,
Die Fliegen rings umher,
Sie haben mein Kind schon gerne,
Die Engel noch viel mehr.
Sie decken’s mit den Flügeln zu
Und singen leise: „Schlaf in Ruh!
Gut‘ Nacht! gut‘ Nacht!
Lieb‘ Kindlein, gute Nacht!“

 Liedtext: Robert Reinick (1805-1852)

Gesang (Youtube)

Dienstag, 24. Mai 2016

"Und sie trugen ihn hinaus" - Überlieferung abseits der Suchmaschinen

"Und sie trugen ihn hinaus. Und als sie kamen in die lange Gasse, die da heißt die kurze, weil sie krumm ist, ..." So oder ähnlich begann der Unsinnstext - weit unbekannter als "Dunkel war's, der Mond schien helle" -, den ich in den Zeiten vor der Einführung des PCs in einem Buch mit weiteren Unsinnstexten - oder waren es humorvolle? - in einem Buch fand, das den Titel "Dunkel war's, der Mond schien helle" getragen haben könnte. 

Wie geht's weiter? Meiner Erinnerung nach so:
"... da begegneten ihnen zwölf weiß gekleidete Jünglinge, die riefen "Sancte! Sancte!" Er aber verstand "Fangt ihn! Fangt ihn!" und lief in die Wüste und wurde ein Meergreis und nährte sich von Kamelhaaren und kleidete sich in wilden Honig.
Und als er zum Sterben kam, da rief er seine drei Söhne - der eine war nie geboren, der zweite schon verstorben, und der dritte war seine Tochter - und sprach:
"Demjenigen von euch, der mich am meisten geliebt hat, vermache ich meinen zerbrochenen Henkeltopf. Die Wiederherstellungskosten muss er selber bezahlen."
Und sie trugen ihn hinaus ..."

Inzwischen habe ich eine Kopie aus dem Buch erhalten, in dem ich diesen Text ursprünglich gefunden habe. Er ist in Fraktur gedruckt und mit der Herkunftsangabe "Mündlich" versehen:

Leichenbegängnis!
Und sie trugen ihn hinaus! 
Und als sie kamen in die krumme Gasse, 
Welche heißt die lange, weil sie kurz ist,
Begegneten ihnen drei weiß gekleidete Jünglinge, 
Die riefen "Sancte, Sancte!" 
Er aber verstand: "Fangt ihn, fangt ihn." 
Da rannte er weg, lief in die Wüste und wurde ein Meergreis.
Er nährte sich von Kamelshaaren und kleidete sich in wilden Honig.
Und Sonntags leistete er sich eine Zwiebel.
Und als es zum Sterben kam, 
Berief er seine drei Söhne:
Von denen war der erste nicht da gewesen,
Der zweite war gestorben
Und der dritte war eine Tochter.
Die versammelte um sich und sprach:
Meine Herren, ich danke ihnen für das Vertrauen,
Daß Sie mich zu ihrem Vater,
meinen Vater zu ihrem Großvater
und meinen Großvater zu ihrem Urgroßvater erwählt haben.
Wer mich am meisten geliebt hat, 
Dem vermache ich meinen zerbrochenen Deckelschoppen. 
Die Wiederherstellungsarbeit aber muß er selber zahlen."
Und ehe er diese Worte gesprochen, verschied er!
Und sie trugen ihn hinaus.

Ich verwende hier die Orthographie und die Satzzeichen der Kopie, so unangemessen sie auch erscheinen mögen und so gewiss sie nicht mündlich überliefert worden sind. Den Spaß, meinen Text mit dem Ausgangstext meiner Überlieferung zu vergleichen (und die dazu passenden mnemotechnischen Überlegungen), überlasse ich vorerst meinen Lesern. 
Nur den einen Hinweis: Und ehe er diese Worte gesprochen, verschied er! 
Das hätte ich mir eigentlich auch merken sollen. Weshalb wohl habe ich es mir nicht gemerkt?

Man merkt, es ist ein Endlostext wie "Ein Hund kam in die Küche ..."*  oder "Ja, ja, ja: Der Dreißigjährige Krieg. Es war ein Tag wie heute, es stürmte und es schneite. Auf einmal geht sie auf die Tür: 'Komm herein, Vetter Antonius und erzähle uns eine Geschichte vom Dreißigjährigen Krieg!'  'Ja, ja, ja: Der Dreißigjährige Krieg. ...'" (Auch dieser Text ist in den Suchmaschinen nicht zu finden. Oder ist jemand anders erfolgreicher als ich?)

* (gesungen von Kinderchor - auf die Melodie von "Mein Hut, der hat drei Ecken"; verfilmt)

Absichtlich habe ich nicht gekennzeichnet, wo ich bei den zitierten Texten nicht sicher bin, ob ich richtig zitiere. Ich bin nämlich daran interessiert, zu erfahren, ob noch jemand eine andere Druckfassung greifbar hat oder wie andere mündliche Überlieferungen der Texte lauten.

Ich bitte um Kommentare oder Mails an meine E-Mailadresse.

Samstag, 22. August 2015

Kinderlieder zum Herbst

Diese Lieder verdanke ich xSchokoxMuffinx von gutefrage.net:

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da
Das Kinderlied "Der Herbst ist da" ist ein bekanntes Herbstlied, welches für Kinder ab ca. 2,5 Jahren geeignet ist.
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wind, hei hussassa!
Schüttelt ab die Blätter,
bringt uns Regenwetter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Obst, hei hussassa!
Macht die Blätter bunter,
wirft die Äpfel runter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wein, hei hussassa!
Nüsse auf den Teller,
Birnen in den Keller.
Heia hussassa, der Herbst ist da!
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Spaß, hei hussassa!
Rüttelt an den Zweigen,
Lässt die Drachen steigen
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Dieses alte Kinderlied ist aufgrund der einfachen Melodie schnell erlernbar. Kinder ab etwa dem 3. Lebensjahr können dieses Lied mitsingen.
Der Herbst der ist ein Malersmann
Der Herbst, der ist ein Malersmann,
er malt die grünen Blätter an.
In vielen Farben leuchtet bald
der buntgeschmückte Wald.
Der Herbst geht durch das ganze Land,
und hält er Rast am Wegesrand,
sind Fluss und Tal in Dampf getaucht,
weil er sein Pfeifchen schmaucht.
Blätterfall, Blätterfall
Dieses Herbstlied ist auch für kleine Kinder (ab 2 Jahren) geeignet, da der Text sehr kurz und die Melodie einfach ist. Der Verfasser des Liedes ist unbekannt, Melodie ist Volksweise.
Blätterfall, Blätterfall,
gelbe Blätter überall,
raschel, raschel, es wird kalt,
und der Schnee bedeckt sie bald.
Blätterfall, Blätterfall,
gelbe Blätter überall
Viele bunte Blätter siehst du hier im Kreis
Für dieses Herbstlied wird die sehr einfache Melodie von "Alle meine Entchen" verwendet. Dieses Herbstlied wird daher oft schon in Kinderkrippen gesungen
Viele bunte Blätter
siehst du hier im Kreis,
siehst du hier im Kreis,
liegen da und träumen
sind dabei ganz leis.
Doch der Wind er pustet,
weckt die Blätter auf,
weckt die Blätter auf,
sie wirbeln durcheinander,
stehen alle auf.
Viele bunte Blätter
tanzen hin und her,
tanzen hin und her,
der wilde Wind er pustet,
die Blätter freun sich sehr.
Der Wind, er ist nun müde,
zieht sich zurück nach Haus,
zieht sich zurück nach Haus,
die bunten Blätter schlafen,
ruhen sich nun aus.

Es ist klar, dass dies Lied auch als Pantomime gespielt werden kann.

Ein Herbstgedicht für kleine Kinder:

Der Herbst
Kind: 
Mein lieber Herbst, ich soll dir sagen, 
Der Sommer hab’ auch Frucht getragen, 
Und gute Frucht; was bringst du denn, 
Das ich so süß wie Kirschen nenn’?
Herbst:
Ich bring’ dir Aepfel, Birnen, Trauben, 
Das wirst du mir gewiß erlauben. 
Der Sommer ist mein Bruder wohl, 
Doch nicht so saft- und früchtevoll.
Kind:
Ich bin mit Beiden gut zufrieden; 
Ein Jeder hat mir das beschieden, 
Was er besaß; was will ich mehr?
O, Keiner ist an Freuden leer!




Mittwoch, 7. Januar 2015


Meine Mu, meine Mu, meine Mutter schickt mich her
Ob der Ku, ob der Ku, ob der Kuchen fertig wär?
Wenn er no, wenn er no, wenn er noch nicht fertig wär
Käm ich mo, kam ich mo, käm ich morgen wieder her
auch als:
Meine Mi, meine Ma, meine Mutter schickt mich her
ob der Ki, oder der Ka, ob der Kuchen fertig wär
wenn er ni, wenn er na, wenn er noch nicht fertig wär
käm ich mi, käm ich ma, käm ich morgen wieder her

Ein Kinderlied, auch zu singen als Kanon mit vier Stimmen

Freitag, 11. Januar 2013

O du mein ...


Aus meiner Erinnerung kenne ich: "O, du mein Jeschkental ..."

Im Internet finde ich unter Liebe-Lose-Gedichte:


Ich bin ein armes Mädchern 

Ich bin ein armes Mädchen,
hab ganz zerriss'ne Schuh
und angestrickte Strümpfe -
was sagst denn du dazu?
Meine Mutter hat geschrieben,
ich soll gehorsam sein
und keine andre lieben
als Ella* nur allein.

Ella fuhr zum ersten Mal
mit der Bahn nach Wupperrtal.
Wuppertal war wunderschön,
sowas hat sie nie gesehn.

O du mein Wuppertal,
da blüht der Flieder -
und wo der Flieder blüht,
da kehr ich wieder.

O du mein Wuppertal,
da blüht der Flieder -
und wo der Flieder blüht,
da kehr ich heim....

* Name der "Erwählten"...

Eine Leserin dieses Blogs teilt mir die Version des Liedes mit, die sie kennt. 
Sie besinnt sich auch noch an Tanzfiguren und Gestik, die den Gesang begleiteten:


Ich bin 'ne schicke Dame
mit ganz zerrissnen Schuhn
und angestrickten Strümpfen,
was sagt ihr nun dazu?                                                    

Tanz: Alle stehen im Kreis und strecken abwechselnd rechtes und linkes Bein vor.

Mein Mann, der hat geschrieben,
ich soll vernünftig sein
und keinen andern lieben als (Jungenname) nur allein.                                                  

Alle erheben mahnend den Zeigefinger.

 | : Ja, ja im Jeschkental, da blüht der Flieder
 und wenn der Flieder blüht (der Frühling kommt ?),
dann kommt er wieder! : |        

Alle fassen sich an und tanzen wild im Kreis .....

Der "Witz" der Sache war, dass eine bekannte, vermutete oder unterstellte Freundschaft auf diese Weise publik gemacht wurde.

Im Kommentar von Thomas wird uns eine weitere Version geboten. Offenbar ein richtiges Volkslied.

Donnerstag, 1. November 2012

In einem kleinen Apfel


1.
In einem kleinen Apfel,
da sieht es lustig aus:
es sind darin fünf Stübchen,
grad' wie in einem Haus.

2.
In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen schwarz und fein,
die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.

3.
Sie träumen auch noch weiter
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am schönen Weihnachtsbaum.

Noten

Gesang

Freitag, 25. September 2009

Es regnet, es regnet ...

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass,
bunt werden die Blumen und grün wird das Gras.
Mairegen bringt Segen, und werden wir nass,
so wachsen wir lustig wie Blumen und Gras.

Dies Kinderlied hat in der hier zitierten (mir mündlich überlieferten) Form bis auf die hier schräg gedruckte Passage dieselbe Melodie wie "Ihr Kinderlein kommet". Es ist ein wahres Volkslied, insofern es in sehr vielen verschiedenen Fassungen existiert, der einzelne Sänger aber als Kind nur "seine" Version gekannt hat, mag sie auch aus verschiedenen zusammengesetzt gewesen sein.

Eine andere Version meiner mündlichen Überlieferung - mit anderer Melodie - lautet:
Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf.
Lass regnen, was es regnen will,
lass allem seinen Lauf.
Und wenn's genug geregnet hat,
dann hört' auch wieder auf.

Eine Variation der ersten Version wurde im katholischen Kindergarten gesungen:

Es regnet, Gott segnet, die Erde wird nass.
Wir sitzen im Trocknen, was schadet uns das?

Weitere Versionen jeweils mit Fundstelle:

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass!
Und wenn's genug geregnet hat,
dann wächst auch wieder Gras!

Es regent, es regnet, es regnet seinen Lauf!
Und wenn's genug geregnet hat,
dann hört's auch wieder auf!

Es regnet, es regnet, was kümmert uns das!
Wir sitzen im Trockenen,
und werden nicht nass!
(http://www.kiwelt.de/detailcontent.php?id=92)

Es regnet, es regnet
der Kuckuck wird naß
Wir sitzen im Trockenen
was schadet uns das?
(http://www.volksliederarchiv.de/text1363.html)

a) Es regnet, es regnet,
es regnet seinen Lauf,
und wenn es genug geregnet hat,
dann hört es wieder auf.

Es regnet, es regnet,
es regnet Tag und Nacht,
und wenn's genug geregnet hat,
die Sonne wieder lacht.


b) Es regnet, es regnet, die Erde wird nass.
Mach mich nicht nass, mach mich nicht nass,
mach nur die bösen Buben nass, mach mich nicht nass!

c) Es regnet, es regnet die Erde wird nass,
mach mich nicht nass, mach mich nicht nass,
mach nur den ..........nass

(Versionen a - c: http://www.netmoms.de/fragendetail/3523795)

Es regnet, es regnet
die Erde wird nass.
Mach mich nicht nass, mach mich nicht nass,
mach nur die bösen Kinder nass!
(http://www.golyr.de/kinderlieder/songtext-es-regnet-es-regnet-575960.html)

Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf.
Und wenns genug geregnet hat, dann hört es wieder auf.
(http://buen-camino.blog.de/2009/09/04/regnet-regnet-6888308/)

d) Es regnet, es regnet, die Erde wird nass.
Das freu'n sich die Kinder, da wächst auch das Gras.

Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf.
Und wenn's genug geregnet hat, dann hört es wieder auf.

Es regnet, es regnet, der Kuckuck wird nass.
Wir sitzen im Trocknen, was schadet uns das?


e) es regnet, es regnet,
die erde wird nass,
dann kommen die soldaten
und schießen mit Tomaten
Tomaten sind zu teuer,
dann schießen sie mit Feuer
Feuer ist zu heiß,
dann schießen sie mit eis,
eis ist zu kalt,
dann gehn sie in den Wald,
der Wald ist zu eng,
dann macht die Hose pääääng!!!

(Version d und e: http://www.netmoms.de/fragendetail/3513429)

Es regnet, wenn es regnen will und regnet seinen Lauf,
und wenn's genug geregnet hat, so hört es wieder auf.

(Das große Liederbuch von Anne Diekmann mit Bildern von Tomi Ungerer, Diogenes Verlag 1975, S.147 - Der Kanon von Carl Friedrich Zelter (1758-1832), der für diesen Text geschrieben ist, weist diese Version als eine aus der Goethezeit aus.)

Dass eine so alte Form ohne den Hinweis auf nasse Erde existiert, lässt mich vermuten, dass es zwei getrennte Überlieferungsstränge gibt, deren einer durch "die Erde wird nass" und dessen anderer durch "regnet seinen Lauf" gekennzeichnet ist. Die dritte hier angeführte Textvariation wäre dann eine spätere Verknüpfung zweier bis dahin getrennt existierender Lieder.
Dass Version e) die neuste ist, steht außer Frage. Der Reim kalt und Wald dürfte freilich in der Volksdichtung schon ziemlich alt sein.


Ich bin dankbar für alle Kommentare mit weiteren Versionen, besonders natürlich für Versionen deren Überlieferung schon im 19. Jahrhundert nachgewiesen werden kann.

Andere Fälle von mündlicher Überlieferung

Donnerstag, 6. September 2007

Fischlein

Fischlein im Wasser
eil nicht so sehr!
Könnt ich doch schwimmen
Könnt ich doch schwimmen
mit dir zum Meer.

Vöglein am Himmel,
so hoch, so fern!
Flöge zum Himmel,
Flöge zum Himmel
mit dir so gern.

Wenn ich ein Mann bin,
so wandr' ich fort
von Wald zu Walde,
von Wald zu Walde,
von Ort zu Ort.

Geh' bis ans Ende
der weiten Welt
zu Mond und Sonnen,
zu Mond und Sonnen,
zum Sternenzelt.

Samstag, 1. September 2007

Kinderspiellied

Die schönen Tage sind vergangen
und der Wolfgang*, der muss zum Militär.
Er muss sich vor den Hauptmann stellen,
und seine Anna*, die weint so sehr.

Un da ging er in die Stadt,
wo er seine Anna hat,
und er küsst sie auf den rosaroten Mund.

"Ach Mädel weine nicht,
dein Schatz vergisst dich nicht.
Er muss zum Militär
und kommt nicht mehr."

*Hier sind die Namen des mitspielenden Mädchens und ihres Freundes einzufügen.

Nachtrag vom 22.7.2011:
Da ich gefragt worden bin, wie alt das Lied ist, hier das, was ich bisher dazu herausfinden konnte:
Bei Youtube findet sich ein Video, dem als Unterschrift beigegeben ist: "Ignaz Bruder 1872 Die schönen Tage sind vergangen". Ignaz Bruder war ein Drehorgelbauer, der 1845 starb. Die Wikipedia schreibt über ihn: "Nur fünf der Söhne erreichen das Erwachsenenalter, aber alle erlernen das Handwerk des Musikwerkmachers. Damit begründet Ignaz Blasius Bruder eine Musikwerkmacher-Dynastie, die bis in das 20. Jahrhundert Bestand hat."
Das spricht dafür, dass die Drehorgel 1872 von einem Nachfolger Bruders gebaut worden ist und dass 1872 ein Lied "Die schönen Tage sind vergangen" bekannt war. Bewiesen ist damit nichts, aber es spricht einiges dafür, dass unser Lied aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Hier noch eine Beschreibung dazu, wie das Lied gespielt wurde, vom Blog Mama erzähl mal:
Die schönen Tage sind vergangen”
Dazu bildeten wir zwei Reihen Mädchen, die sich unterhakten und gegenüber aufstellten. Dann lief die eine Reihe immer einige Schritte vor und wieder zurück und dazu wurde dann das Lied gesungen
Die schönen Tage sind vergangen, und der ?? der muss zum Militär. Er muss sich vor den Hauptmann stellen, und die ??, die weint so sehr. Ach ?? weine nicht, den ?? kriegst du nicht, er muss zum Mili-Militär und kommt nie mehr ”
Vorher wurde sich abgesprochen, welches Mädchen und welcher Junge in dem Lied vorkommen soll.

Ein anderes Lied, dessen erste Zeile "Die schönen Tage sind vergangen" lautet, ist:

Am Abend auf der Heide

Text: Klaus F. Richter  Musik: Eldo di Lazzaro

Die schönen Tage sind vergangen,
dein Herz ist längst schon nicht mehr mein;
doch immer denk ich voll Verlangen,
das Glück, es konnt' nicht größer sein.

Am Abend auf der Heide,
da küßten wir uns beide,
und deine Lippen sprachen von Liebe heiß,
und keiner weiß, was einer weiß, nur ich.

Am Abend auf der Heide,
da küßten wir uns beide,
seit dieser Stunde dort zu zwei'n
im Mondenschein,
bin ich nur dein und denk allein an dich!

Vielleicht werd' ich es doch erleben:
du kehrst einmal zu mir zurück,
wirst mir dein Herz für ewig geben,
wie du mir einst versprachst im Glück.

Am Abend auf der Heide ...

Überliefert auf einer alten Postkarte

1939 veröffentlichte Eldo di Lazzaro "den Schlager Reginella campagnola, der so erfolgreich wurde, dass er Grundlage des in 1941 Deutschland produzierten Heimatfilmes "Am Abend auf der Heide" des Regisseurs Jürgen von Alten wurde. In den USA wurde das Lied gleichzeitig unter dem Namen "The Woodpecker Song" (Text) bekannt und u.a. während des Krieges 1940 von Kate Smith in Begleitung der The Andrews Sisters und des Glenn Miller Orchestras gesungen und aufgenommen." (Wikipediaartikel)


In einem Brief  vom 22.Juli1942 schreibt ein Ekki auf dem Weg nach Stalingrad:
Die schönen Tage sind vergangen..... könnte ich jetzt singen, wenn ich singen könnte. Wir fahren nämlich im Morgengrauen weiter, u. zwar erstmal 400 km nach Süden.“
Der Kontext legt es nahe, dass er damit darauf anspielen will, dass jetzt der militärische Ernst beginnt. Er spielt vermutlich auf den Titelsong des damals ganz neuen Filmes Am Abend auf der Heide an. (Als ich von diesem Film noch nichts wusste, hatte ich es noch anders gesehen.)