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Donnerstag, 28. März 2019

Rote Wolken am Himmel

1. Version (Huxlipux):

Rote Wolken am Himmel,
von den Bergen der Föhn,
und ich freu mich, und ich freu mich,
dass die Erde so schön.
Schwarze Beeren im Walde,
rote Rosen im Hag,
und ich freu mich, und ich freu mich,
auf den kommenden Tag.
Doch sie sagen, dass der Herbst kommt
und die Blätter falln vom Baum,
und die Freude, ja die Freude,
sie vergeht wie ein Traum
Kommt der Herbst auch und der Winter
gibt es dennoch ein Glück,
denn ein jeder neue Frühling
bringt die Freude zurück.
2. Version (mdl. Überlieferung):
Rote Wolken am Himmel,
von den Bergen der Föhn,
und ich freu mich, ja ich freu mich,
ist der Morgen so schön.
Rote Rosen am Hügel
rote Beeren am Hag,
und ich freu mich, ja ich freu mich,
am sonnigen Tag.
Und sie sagen, der Herbst kommt
und das Blatt fällt vom Baum,
und die Freude, ja die Freude,
vergehe wie ein Traum.
Kommt der Herbst dann und Winter
hab ich dennoch mein Glück,
denn ein jeder neue Frühling
bringt die Rosen zurück.

Diese unterschiedlichen Versionen zeugen davon, dass das Lied weitgehend mündlich überliefert worden ist. Dabei sind die Zeilen, die durch das Reimschema festgelegt sind, wohl etwas sicherer überliefert worden als die anderen. 


Montag, 4. Mai 2015

Und wieder blühet die Linde

1. Und wieder blühet die Linde
Am Quell umrauschten Gestein,
Mit Vogelsang, Lust und Liedern
Zieht wieder der Frühling ein.
Ti-ral-la-la.la, Ti-ral-la-la.la,
Ti-ral-la-la-la-la-la-la-la-la
Ti-ral-la-la-la-la-la-la-la-la,
Zieht wieder der Frühling ein.

2. Die kleinen Vögelein singen,
Die Blumen blühen am Hag;
Das ist ein Wandern und Singen
Am lichterdurchfluteten Tag.
Ti-ral-la-la.la, Ti-ral-la-la.la,
Ti-ral-la-la-la-la-la-la-la-la
Ti-ral-la-la-la-la-la-la-la-la,
Am lichtdurchfluteten Tag.

3. Ein Kuckucksruf in der Ferne,
Ein Wandrer vorüberzieht.
Hell klingt aus jubelnder Kehle
Ein Lied. Und die Linde, sie blüht.
Ti-ral-la-la.la, Ti-ral-la-la.la,
Ti-ral-la-la-la-la-la-la-la-la
Ti-ral-la-la-la-la-la-la-la-la,
Ein Lied. Und die Linde, die blüht.

Andere Textversionen:

Schon wieder blühet die Linde
Schon wieder erblüht die Linde

Die kleinen Waldvögelein
Die Blumen blühen am Weg
da ist ein Wandern und Singen
am sonnigen Frühlingstag

Ein Vogelruf in der Ferne,
Der Vogel ruft aus der Ferne
Ein Wabrer vorüberzieht.
Hell klingt aus jungfrischer Kehle
Ein Lied. Und die Linde, sie blüht.


Dabei sind in manchen Versionen die Strophen zwei und drei gegenüber der oben zitierten Version vertauscht. Wenn jemand weitere Versionen kennt, bitte ich darum, sie im Kommentar mitzuteilen.

Frauenchor   Sologesang und Chor   Amateursolist mit Oberstimme im Refrain

Montag, 12. Mai 2014

Sonne im Mai - Kanon

Sonne im Mai
lockt alle Vögel herbei.
Amsel, Drossel und Fink und Star,
den Kuckuck, die ganze Vogelschar.
Tari, tara,
der Sommer, der ist da.

Donnerstag, 8. November 2012

Wanderlied (Der Mai ist gekommen)


Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt'!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.

Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie 'ne Lerche und stimmt ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr ich durstig ein.
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lust'ger Spielmann du!
Von meinem Schatz das Liedel, das singe ich dazu.

Und find' ich keine Herberg, so lieg' ich zur Nacht
wohl unterm blauen Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust.
Da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

Text: Emanuel Geibel (1815-1884)
Melodie: Justus Wilhelm Lyra (1822-1882)