Mittwoch, 29. April 2026

Ein getreues Herze wissen,

1.  Ein getreues Herze wissen,

ist des höchsten Schatzes Preis;
der ist selig zu begrüßen,
der ein treues Herze weiß.

Refrain

Mir ist wohl bei höchstem Schmerz,
denn ich weiß ein treues Herz.

2. Läuft das Glücke gleich zu Zeiten,
anders, als man will und meint:
ein getreues Herz hilft streiten,
wider alles, was ist Feind.

3. Sein Vergnügen steht alleine
in des andern Redlichkeit,
hält des andern Not für seine,
weicht nicht, auch bei böser Zeit

4. Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke;
Geld und Reichtum, das zerstäubt;
Schönheit lässt uns bald zurücke,
ein getreues Herze bleibt.


Mir ist wohl bei höchstem Schmerz,
denn ich weiß ein treues Herz.

Montag, 20. April 2026

Es klappert der Huf am Stege

 Es klappert der Huf am Stege,

Wir ziehn mit dem Fähnlein ins Feld;
Blut´ger Kampf allerwege,
Dazu sind auch wir bestellt.
Wir reiten und reiten und singen,
Im Herzen die bitterste Not.
Die Sehnsucht will uns bezwingen
Doch wir reiten die Sehnsucht tot.

Dörfer und Städte flogen
Vorüber an unserem Blick.
Wir sind immer weiter gezogen,
Für uns gibt es kein Zurück.
Wir reiten durch Täler und Hügel,
Wo der Sommer in Blüte steht;
Es knirschen Zaumzeug und Zügel,
Der Wimpel hoch über uns weht.

Leis sinkt der Abend nieder,
Uns wird das Herz so schwer
Leiser werden die Lieder
Wir sehn keine Heimat mehr
Wir reiten und reiten und reiten
Und hören von fern schon die Schlacht
Herr, laß uns stark sein im Streiten
Dann sei unser Leben vollbracht.

Text: Hans Riedel
Musik: Robert Götz , 1920
aus Jugendland, eine deutsche Jugendzeitschrift

War das das Lebensgefühl junger Männer nach dem ersten Weltkrieg; „Keine Heimat mehr?“ Wie viele davon waren in den Freikorps und schlugen im März 1920 den ersten Generalstreik in der deutschen Geschichte blutig nieder: „Wir reiten die Sehnsucht tot!“

"Es diente außerdem als Jugenlied und kommt sogar im 1983 erschienenen Liederbuch der Fallschirmjäger vor."

Gesang

Es gibt erschreckend viele Soldatenlieder, und eine der häufigsten Reime ist der auf Tod.

Samstag, 18. April 2026

Morgenrot, Morgenrot

 Morgenrot, Morgenrot

leuchtest mir zum frühen Tod
Bald wird die Trompete blasen,
dann muß ich mein Leben lassen
ich und mancher Kamerad

Kaum gedacht, kaum gedacht
wird der Lust ein End gemacht!
Gestern noch auf stolzen Rossen
heute durch die Brust geschossen
morgen in das kühle Grab!

Ach wie bald, ach wie bald
schwindet Schönheit und Gestalt!
Strahlst du gleich mit deinen Wangen
die wie Milch und Purpur prangen
ach, die Rosen welken all!

Und was ist, und was ist
aller Männer Freud und Lust
Unter Kummer, unter Sorgen
sich bemühen am frühen Morgen
bis der Tag vorüber ist

Darum still, darum still
füg ich mich, wie Gott es will.
Nun, so will ich wacker streiten
und sollt ich den Tod erleiden
Stirbt ein braver Reitersmann!

Text: Wilhelm Hauff (1824)
Musik: schwäbisches Volkslied: „Ach wie bald ach wie bald „

Text: Volksliederarchiv

Gesang  Allerlei Uniformen, in der 1. Strophe: ein zum Tod Verurteilter wird zur Exekution geführt


Zupfgeigenhansel