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Samstag, 18. April 2020

Bald allzubalde


Einsam im Walde blüht wohl ein Blümlein rot,

Bald, allzubald bin ich tot,
Bald, allzubalde
Fleugt wo ein Stückchen Blei, nimmt mir mein Sorgen
Mir ist halt einerlei: heut' oder morgen
Weit, wo das Tal hinab graben drei Spaten,
Graben ein Kühles Grab für ein Soldaten
Drüben im Dämmerschein, allwo im Städtchen
Weint wo im Kämmerlein irgendein Mädchen
Blüht wohl ein Blümlein rot einsam im Walde,
Balde, gar bald bin ich tot,
Bald, allzubalde

Ernst Brockmann geschrieben am 20.5.1916 vor Verdun, gefallen am 7.6.



"Die Spanische Grippe war eine Influenza-Pandemie, die durch einen ungewöhnlich virulenten Abkömmling des Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) verursacht wurde und sich zwischen 1918 – gegen Ende des Ersten Weltkriegs – und 1920 in drei Wellen verbreitete und bei einer Weltbevölkerung von etwa 1,8 Milliarden zwischen 27 Millionen und 50 Millionen Menschenleben forderte,[1] Vermutungen reichen bis zu 100 Millionen.[2] Damit starben an der Spanischen Grippe mehr Personen als im Ersten Weltkrieg (17 Millionen). Insgesamt sollen etwa 500 Millionen Menschen infiziert worden sein,[3] was eine Letalität von 5 bis 10 Prozent ergibt, die damit deutlich höher lag als bei Erkrankungen durch andere Influenza-Erreger.[4]

Eine Besonderheit der Spanischen Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden. Varianten des Subtyps A/H1N1 verursachten 1977/1978 den Ausbruch der Russischen Grippe und 2009 den der „Schweinegrippe“-Pandemie. Die Asiatische Grippe (1957) und die Hongkong-Grippe (1968) basierten zwar auf anderen Subtypen, der überwiegende Anteil der internen Gene stammt jedoch vom Virus der Spanischen Grippe, weswegen sie vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie als „Mutter aller Pandemien“ bezeichnet wurde.[5] [...]"


Donnerstag, 30. August 2007

"Schöner" Soldatentod

Ich weiß einen Lindenbaum stehen
in einem grünen Tal.
Den möcht' ich so gern noch sehen
ach nur ein einzig Mal.
Ich weiß zwei blaue Augen
und einen Mund so frisch und rot.
O grüner Klee, o weißer Schnee,
o schöner Soldatentod.

Wo sich die Straße wendet,
das wohnt die Liebste mein.
So sich der Tag geendet,
da will ich bei ihr sein.
Und kann es so nicht werden,
und muss ich fort beim Morgenrot,
o grüner Klee, o weißer Schnee,
o schöner Soldatentod.

Zu Hause auf den Feldern
da liegt der Schnee so weiß.
Zu Hause in den Wäldern
da hängt das blanke Eis.
Hier fällt nicht Schnee noch Regen,
zu lindern uns're große Not.
O grüner Klee, o weißer Schnee,
o schöner Soldatentod.

So mancher musste sterben
allhier in Afrika.
Wir wollen nicht verderben,
der Feind, der ist schon nah.
Der Himmel tut sich färben
vom blassen Blau in tiefes Rot.
O grüner Klee, o weißer Schnee,
o schöner Soldatentod.