Samstag, 6. Januar 2024

Dornröschen war ein schönes Kind, ein schönes Kind.

 1. Dornröschen war ein schönes Kind, schönes Kind, schönes Kind,

Dornröschen war ein schönes Kind, ein schönes Kind.

2. Dornröschen, nimm dich ja in acht, ja in acht, ja in acht,
Dornröschen, nimm dich ja in acht, vor einer bösen Fee!

3. Da kam die böse Fee herein, Fee herein, Fee herein,
da kam die böse Fee herein und rief ihr zu:

4. Dornröschen schlafe hundert Jahr, hundert Jahr, hundert Jahr!
Dornröschen schlafe hundert Jahr und alle mit!

5. Und eine Hecke riesengroß, riesengroß, riesengroß,
Und eine Hecke riesengroß umgab das Schloß.

6. Da kam ein junger Königssohn, Königssohn, Königssohn,
Da kam ein junger Königssohn und sprach zu ihr:

7. Dornröschen, holdes Mägdelein, Mägdelein, Mägdelein,
Dornröschen, holdes Mägdelein, nun wache auf!

8. Dornröschen wachte wieder auf, wieder auf, wieder auf,
Der ganze Hofstaat wachte auf, sie wachten auf.

9. Dornröschen ward nun Königin, Königin, Königin,
Beglückte hoch den Königssohn, beglückte ihn.

10. Sie feierten ein großes Fest, großes Fest, großes Fest,
Sie feierten ein großes Fest: das Hochzeitsfest.

11. Und alle freuten herzlich sich, herzlich sich, herzlich sich,
Es freute sich auch herzlich mit das ganze Land.

Autorin: Margarete Löffler


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Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.

 Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.

Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?


Hu, hu, da schaut eine alte Hexe raus!
Lockte die Kinder ins Pfefferkuchenhaus.
Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not!
Ihn wollt’ sie braten im Ofen braun wie Brot.


Doch als die Hexe zum Ofen schaut hinein,
Ward sie gestoßen von unserm Gretelein.
Die Hexe musste braten, die Kinder geh’n nach Haus.
Nun ist das Märchen von Hans und Gretel aus.

Der Verfasser ist unbekannt, der erste Druck erfolgte 1901.
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Samstag, 4. November 2023

Lobt froh den Herren

                                                                     1                                            

                                      

Lobt froh den Herren, 

ihr jugendlichen Chöre!
Er höret gern
ein Lied zu Seiner Ehre:
|: Lobt froh den Herrn! :|

2

Es schallt empor
zu Deinem Heiligtume
aus unserm Chor
ein Lied zu Deinem Ruhme,
 zu Dir empor, zu Dir empor! 

 3

Wir stammeln hier,
doch hörst Du unser Lallen
zum Preise Dir
mit Vaterwohlgefallen.
Dir jauchzen wir, Dir singen wir!

4

Einst kommt die Zeit,
wo Dich auf tausend Weisen
in Herrlichkeit
erlöste Sünder preisen
von Ewigkeit zu Ewigkeit.


EG 332

mit Melodie und Noten

Dieses Lied wurde in Preußen vor dem ersten Weltkrieg für den Schulunterricht in der sieben bzw achten Klasse besonders empfohlen 
Zentralblatt der preußischen Regierung von 1912).
in Schulgesangbuch für höhere Lehranstalten (1912) — Lieder für höhere Mädchenschulen (1919) — Kinderklänge (1921) — Alpenrose (1924 , für katholische Mädchen ) — Blaue Fahnen (1930) —

Dienstag, 11. Juli 2023

Wie hoch ist der Himmel

Wie hoch ist der Himmel, wie glänzet die Erden.

Wie freun sich die Menschen,

wenn's Sommer will werden.

Die Stuben so enge, die Welt wird so weit.

Der Sommer kommt wieder, die freudige Zeit.

(Eine Erinnerung aus den späten 1940er Jahren. Im Internet nicht gefunden. )


Samstag, 29. April 2023

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht...

 1. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht.

Er fiel auf die zarten Blaublümelein,
sie sind verwelket, verdorret.

2. Ein Knabe hatte ein Mägdlein lieb,
sie flohen gar heimlich von Hause fort,
es wusst’s nicht Vater noch Mutter.

3. Sie sind gewandert hin und her,
sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben.

4. Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn,
umschlingen sich zart wie sie im Grab,
der Reif sie nicht welket, nicht dorret.



Mittwoch, 26. April 2023

Ich hab mir mein Weizen am Berg gesät,

 Ich hab mir mein Weizen am Berg gesät,

hat mir'n der böhmische Wind verweht,
hat mir'n der böhmische Wind verweht.

Böhmischer Wind, ich bitt dich schön,
laß mir mein Weizen am Berge stehn,
laß mir mein Weizen am Berge stehn.

Der Apfel ist sauer, ich mag ihn nicht,
's Mädel ist falsch, ich trau ihr nicht,
's Mädel ist falsch, ich trau ihr nicht.

Wenn ich kein Geld im Beutel hab,
geh ich ins Holz, schneid Reiser ab,
geh ich ins Holz, schneid Reiser ab.

Geh ich nach Haus, mach Besen draus,
krieg ich bald wieder Geld ins Haus,
krieg ich bald wieder Geld ins Haus.

Wenn ich die Besen gebunden hab,
geh ich die Straßen wohl auf und ab:
Leute, wer kauft mir Besen ab?

Donnerstag, 6. April 2023

Auf, auf zum fröhlichen Jagen

 Auf, auf zum fröhlichen Jagen,

Auf in die grüne Heid,
Es fängt schon an zu tagen,
Es ist die schöne Zeit.
Die Vögel in den Wäldern
Sind schon vom Schlaf erwacht
Und haben auf den Feldern
Das Morgenlied vollbracht.
Tridihejo, dihejo, dihedihedio
Tridio, hejo, dihejo, tridio, tridio.

Frühmorgens, als der Jäger
In grünen Wald ’neinkam,
Da sah er mit Vergnügen
Das schöne Wildbret an.
Die Gamslein Paar um Paare,
Sie kommen von weit her,
Die Rehe und das Hirschlein,
Das schöne Wildbret schwer.
Tridihejo, dihejo, dihedihedio
Tridio, hejo, dihejo, tridio, tridio.

Wir rüsten uns zum Streite
und jagen Paar an Paar
Die Hoffnung reicher Beute
versüßet die Gefahr.
Wir weichen nicht zurücke
ob gleich ein wilder Bär
und noch ein großes Stücke
nicht ferner von uns wär

Will gleich ein wilder Hauer
mit seinen Waffen dräun
Fängt man an ohne Schauer
Hussa! Hussa! zu schrein
Damit das Ungeheuer
eenn es die Kugel brennt
schon nach empfangnem Feuer
in sein Verderben rennt.

Das edle Jägerleben
Vergnüget meine Brust,
Dem Wilde nachzustreifen
Ist meine höchste Lust.
Wo Reh und Hirsche springen
Wo Rohr und Büchse knallt,
Wo Jägerhörner klingen,
Da ist mein Aufenthalt.
Tridihejo, dihejo, dihedihedio
Tridio, hejo, dihejo, tridio, tridio.

Frischauf, zum fröhlichen Hetzen
fort in das grüne Feld!
Wo man mit Garn und Netzen
das Wild gefangen hält.
Auf, ladet eure Röhren
mit Pulver und mit Blei
und macht der Jagd zu Ehren
ein fröhlich Jagdgeschrei!

Sind unsre matten Glieder
vom Sonnenglanz erhitzt
So legen wir uns nieder
wo frisches Wasser spritzt
wo Zephyrs sanftes Blasen
der Sonne Glanz besiegt
da schläft man auf dem Rasen
mit Anmut eingewiegt.

Das Gras ist unser Bette
der Wald ist unser Haus
Wir trinken um die Wette
das klare Wasser aus.
Laßt drum die Faulen liegen
gönnt ihnen ihre Ruh:
Wir jagen mit Vergnügen
dem schönen Walde zu.

Ein weibliches Gemüte
hüllt sich in Federn ein
Ein tapferes Jagdgeblüte
muß nicht so träge sein.
Drum laßt die Faulen liegen,
gönnt ihnen ihre Ruh:
Wir jagen mit Vergnügen
dem dicken Walde zu.

Frisch auf, ihr lieben Brüder
ergreifet das Geschoß!
Auf, legt die Winde nieder
und geht aufs Wildpret los!
Erfrischt die matten Hunde
durch frohen Zuruf an
und ruft aus vollem Munde
so viel ein jeder kann!

Will gleich zu manchen Zeiten
Blitz, Wetter, Sturm und Wind
einander widerstreiten
die uns zuwider sind
So sind wir ohne Schrecken
bei allem Ungemach,
und jagen durch die Hecken
den schnellen Hirschen nach.

Text: von Gottfried Benjamin Hancke  1724
Musik: aus dem 18. Jahrhundert.

Die gleiche Melodie wird von Johann Sebastian Bach in seiner Bauernkantate 

zu dem Lied “ Es nehme 10.000 Dukaten der Kammerherr alle Tag ein „. 

Laut „Die weiße Trommel“ (1934) stammt das Lied aus Kärnten und wurde von 

Karl Liebleitner aufgezeichnet.
Geschichte dieses Liedes: 


Liederthema: 
Liederzeit:  (1724)
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