Sonntag, 1. September 2024

Der Dragoner


Kling klang und Gloria
Das Lieben das ist aus
Die Rosse sind gesattelt
Zum Tore geht’s hinaus

Dragoner, wenn die reiten
Das geht als wie der Wind
Geht über Stock und Stengel
Ade, mein allerliebstes Kind

Blaugelb ist unsre Farbe
Und blau und das ist treu
Und gelb das ist die Falschheit
Wir denken nichts dabei

Dragoner wenn die lieben
Das geht als wie der Wind
Geht über Stock und Stengel
Ade, mein allerliebstes Kind.

Es blasen die Trompeten
Ein Stück, und das ist schön
Der Feind kommt angeritten
Wir wollen ihn bestehn

Dragoner wenn die fechten
Das geht als wie der Wind
Geht über Stock und Stengel
Ade, mein allerliebstes Kind

Eine Kugel kam geflogen
Sie traf mich viel zu gut
Die Blumen in dem Rasen
Die sind jetzt rot wie Blut

Dragoner wenn die sterben
Das geht als wie der Wind
Geht über Stock und Stengel
Ade, mein allerliebstes Kind

Text: Hermann Löns (1911, in Der Kleine Rosengarten)
Musik: Hermann Engel
in Das Löns-Liederbuch (1920)

Volksliederarchiv

Die blauen Dragoner, sie reiten

Die blauen Dragoner, sie reiten

Mit klingendem Spiel durch das Tor,
Fanfaren sie begleiten
Hell zu den Hügeln empor.

Die wiehernden Rosse, sie stampfen,
Die Birken, die wiegen sich lind,
Die Fähnlein auf den Lanzen
Flattern im Morgenwind.

Morgen, da müssen sie reiten,
Mein Liebster wird bei ihnen sein.
Morgen in alle Weiten
Morgen, da bin ich allein.

Die blauen Dragoner, sie reiten
Mit klingendem Spiel durch das Tor,
Fanfaren sie begleiten
Hell zu den Hügeln empor.

Text: G.W. Harmssen , 1914
Musik: Hans Hertel ,1929

Volksliederarchiv

Kornblumenblau

 Kornblumenblau


Ist der Himmel am herrlichen Rheine,
Kornblumenblau
Sind die Augen der Frauen beim Weine.
Darum trinkt Rheinwein, Männer seid schlau,
Dann seid am Ende auch ihr kornblumenblau.

Es gibt kein Plätzchen auf Erden,
Wo sich's so herrlich und fein
Lebt wie am Rhein, wo die Reben
Blühen im Sonnenschein.
Reich an Farben, so bunt und so prächtig
Erstrahlt Wald und Flur,
Von den Farben am Rhein
Eine allein tritt ganz besonders hervor.

Kornblumenblau
Ist der Himmel am herrlichen Rheine,
Kornblumenblau
Sind die Augen der Frauen beim Weine.
Darum trinkt Rheinwein, Männer seid schlau,
Dann seid am Ende auch ihr kornblumenblau.
Text: Jupp Schlösser
Gesang: Willy Schneider Kornblumenblau

Mittwoch, 3. Juli 2024

Mir ist ein feins, brauns Maidelein

 Mir ist ein feins, brauns Maidelein

gefallen in mein Sinn.
Wollt Gott, ich sollt heut bei ihr sein,
mein Trauern wär dahin.
Kein Tag und Nacht hab ich keine Ruh:
Das macht ihr schön Gestalt.
Ich weiß nicht, was ich fürder tu,
mein Feinslieb macht mich alt.


Dem Maidlein ich gern dienen wollt,
wenn ich es fügen könnt.
Darum hab ich der Neider viel,
weil mir's nit wird vergönnt.
Ich hoff, sie soll's erfahren bald
wie ich's so treulich mein.
Auf Erd ich mir nichts wünschen wollt,
als bei ihr sein allein.


Damit will ich dem Maidelein gesungen haben frei
zur guten Nacht ein Liedelein,
alls gut wünsch ich dabei.
Damit, dass sie gedenk an mich,
wenn ich nit bei ihr bin.
Behüt dich Gott im Himmelreich,
ade, ich fahr dahin.

Originaltext und Quelle: 

https://de.wikisource.org/wiki/Feins,_Brauns_Maidelein

Noten des Chorsatzes: 

https://www.stretta-music.de/author-caspar-othmayr

Gesang:

Chor: Rundfunk-Jugendchor Wernigerode

Swingle II

LiederTach 

Sologesang: Peter Schreier

mit traditionellen Instrumenten Joculatores Upsalienses

Ohrenfreut

Montag, 17. Juni 2024

Abschied vom Wald

 O Täler weit und Höhen,

Du schöner grüner Wald,

Du meiner Lust und Wehen

Andächt'ger Aufenthalt.

Da draußen stets betrogen,

Saust die geschäft'ge Welt.

Schlag noch einmal den Bogen

Um mich, du grüne Welt.


Im Walde steht geschrieben,

Ein stilles, ernstes Wort,

Vom rechten Tun und Lieben

Und was des Menschen Hort

Ich habe treu gelesen

Die Worte schlicht und wahr,

Und durch mein ganzes Wesen

Ward unaussprechlich klar.


Bald werd' ich dich verlassen,

Fremd in die Fremde geh'n

Auf bunt bewegten Gassen

Des Lebens Schauspiel seh'n.

Und mitten in dem Leben

Wird deines Ernst's Gewalt

Mich Einsamen erheben,

So wird mein Herz nicht alt.

(Text: Josef Freiherr von Eichendorff, 1843)

(Melodie: Felix Mendelssohn-Bartholdy)

Dresdner Kammerchor

King's Singer (mehrere Strophen)

Ivan RebroffIvan Rebroff

Freitag, 31. Mai 2024

Als wir jüngst in Regensburg waren

 

1. Als wir jüngst in Regensburg waren,
sind wir über den Strudel gefahren,
da warn viele Holden,
die mitfahren wollten,
Schwäbische, bayrische Dirndel, juchheirassassa,
muß der Schiffsmann fahren!

2. Und vom hohen Bergesschlosse
kam auf stolzem, schwarzen Rosse,
adlig Fräulein Kunigund,
wollt’ mitfahren übers Strudels Grund.

3. „Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein,
sollt’s denn so gefährlich sein?
Schiffsmann, sag mir’s ehrlich,
ist’s denn so gefährlich?“

4. Wem der Myrtenkranz geblieben,
landet froh und sicher drüben;
wer ihn hat verloren,
ist dem Tod erkoren.

5. Als sie auf die Mitt’ gekommen,
kam ein großer Nix geschwommen,
nahm das Fräulein Kunigund,
fuhr mit ihr in des Strudels Grund.

6. Und ein Mädel von zwölf Jahren
ist mit über den Strudel gefahren;
weil sie noch nicht lieben kunnt’,
fuhr sie sicher über Strudels Grund.
Als wir jüngst in Regensburg warenAls wir jüngst in Regensburg waren (Wikipedia)
Gesang (Youtube)

Sonntag, 26. Mai 2024

Rose Marie, Rose Marie (Hermann Löns)

 Rose Marie, Rose Marie

Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie
Rose Marie, Rose Marie
Aber du hörtest es nie

Jedwede Nacht, jedwede Nacht
Hat mir im Traume dein Bild zugelacht
Kam dann der Tag, kam dann der Tag
Wieder alleine ich lag

Jetzt bin ich alt, jetzt bin ich alt
Aber mein Herz ist noch immer nicht kalt
Schläft wohl schon bald, schläft wohl schon bald
Doch bis zuletzt es noch hallt

Rose Marie, Rose Marie
Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie
Rose Marie, Rose Marie
Aber du hörtest es nie

VolksliederarchivVolksliederarchiv

Text: Hermann Löns
Musik: Hermann Engel (in Das Löns-Liederbuch, 1920) — Fritz Jöde (1917) —  Alfons Renard