Die bekannteste Sammlung von von Kindern zersungenen Liedern ist "Der weiße Neger Wumbaba".
Bekannt sein dürften auch "Hallo Julia" für "Halleluja" "kehrt mit seinem Besen rein ein jedes Haus" für "kehrt mit seinem Segen ..." aus "Alle Jahre wieder".
Mein großer Bruder sang "kehrt mit seinem Säbel". Meine Mutter wunderte sich, dass selbst ihre Lehrerin in einem seriösen Lied etwas von einer "Wonnegans" sang, die sich in der Kaiserhymne "Heil dir im Siegerkranz" in späteren Jahren als lautlich identisch mit "Fühl in der Thrones Glanz/ die hohe Wonne ganz" erwies.
Ich versuchte im Netz die Zeilen "Die Julika, die Julika ... die hat ein Herz aus Paprika" zu finden und fand von den Comedian Harmonists:
Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
die hat ein Herz voll Paprika, das kein' in Ruhe lässt!
Und wenn die kleine Juliska am Abend schlafen geht,
dann hat sie mit Allotria uns glatt den Kopf verdreht!
Joi-joi, Mama, was die alles kann!
Die zieht genau wie ein Magnet die Männerherzen an!
Joi-joi, Mama, was die alles macht!
Erst macht sie uns total verrückt, dann sagt sie "Gute Nacht"!
Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
das ist ein Mädel! Die halt' ich mir fest,
und trink' mit ihr Tokajer, bis sie sich mal küssen lässt!
(https://www.golyr.de/comedian-harmonists/songtext-die-juliska-aus-budapest-365888.html)
Der Vollständigkeit halber noch die Fortsetzung meines Textes
Ja, ja, ja, was sie alles macht.
Erst hat sie dir den Kopf verdreht,
dann sagt sie gute Nacht.
Das Lied mit den meisten vollwertig nebeneinander stehenden Versionen, das ich kenne, ist "Es regnet".
Etwas anderes sind Liedparodien wie die zu "Leise rieselt der Schnee":
Leise rieselt die vier
auf das Zeugnispapier.
Hört nur, wie lieblich es schallt,
wenn die Backpfeife knallt.
[Bei der Gelegenheit entdeckt: Herr der Augenringe]
Abends treten Elche aus den Dünen
ziehen von der Palve an den Strand
Wenn die Nacht, wie eine gute Mutter
leise deckt ihr Tuch auf Haff und Land
ziehen von der Palve an den Strand
Wenn die Nacht, wie eine gute Mutter
leise deckt ihr Tuch auf Haff und Land
Ruhig trinken sie vom großen Wasser,
darin Sterne wie am Himmel stehn
Und sie heben ihre starken Köpfe
lautlos in des Sommerwindes Wehn
darin Sterne wie am Himmel stehn
Und sie heben ihre starken Köpfe
lautlos in des Sommerwindes Wehn
Langsam schreiten wieder sie von dannen,
Tiere einer längst vergangnen Zeit.
Und sie schwinden in der Ferne Nebel
wie im hohen Tor der Ewigkeit
Tiere einer längst vergangnen Zeit.
Und sie schwinden in der Ferne Nebel
wie im hohen Tor der Ewigkeit
Text: Heinrich Eichen (vor 1933)
Musik: Gerd Lascheit
Musik: Gerd Lascheit
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