Sonntag, 1. September 2024

Die blauen Dragoner, sie reiten

Die blauen Dragoner, sie reiten

Mit klingendem Spiel durch das Tor,
Fanfaren sie begleiten
Hell zu den Hügeln empor.

Die wiehernden Rosse, sie stampfen,
Die Birken, die wiegen sich lind,
Die Fähnlein auf den Lanzen
Flattern im Morgenwind.

Morgen, da müssen sie reiten,
Mein Liebster wird bei ihnen sein.
Morgen in alle Weiten
Morgen, da bin ich allein.

Die blauen Dragoner, sie reiten
Mit klingendem Spiel durch das Tor,
Fanfaren sie begleiten
Hell zu den Hügeln empor.

Text: G.W. Harmssen , 1914
Musik: Hans Hertel ,1929

Volksliederarchiv

Kornblumenblau

 Kornblumenblau


Ist der Himmel am herrlichen Rheine,
Kornblumenblau
Sind die Augen der Frauen beim Weine.
Darum trinkt Rheinwein, Männer seid schlau,
Dann seid am Ende auch ihr kornblumenblau.

Es gibt kein Plätzchen auf Erden,
Wo sich's so herrlich und fein
Lebt wie am Rhein, wo die Reben
Blühen im Sonnenschein.
Reich an Farben, so bunt und so prächtig
Erstrahlt Wald und Flur,
Von den Farben am Rhein
Eine allein tritt ganz besonders hervor.

Kornblumenblau
Ist der Himmel am herrlichen Rheine,
Kornblumenblau
Sind die Augen der Frauen beim Weine.
Darum trinkt Rheinwein, Männer seid schlau,
Dann seid am Ende auch ihr kornblumenblau.
Text: Jupp Schlösser
Gesang: Willy Schneider Kornblumenblau

Mittwoch, 3. Juli 2024

Mir ist ein feins, brauns Maidelein

 Mir ist ein feins, brauns Maidelein

gefallen in mein Sinn.
Wollt Gott, ich sollt heut bei ihr sein,
mein Trauern wär dahin.
Kein Tag und Nacht hab ich keine Ruh:
Das macht ihr schön Gestalt.
Ich weiß nicht, was ich fürder tu,
mein Feinslieb macht mich alt.


Dem Maidlein ich gern dienen wollt,
wenn ich es fügen könnt.
Darum hab ich der Neider viel,
weil mir's nit wird vergönnt.
Ich hoff, sie soll's erfahren bald
wie ich's so treulich mein.
Auf Erd ich mir nichts wünschen wollt,
als bei ihr sein allein.


Damit will ich dem Maidelein gesungen haben frei
zur guten Nacht ein Liedelein,
alls gut wünsch ich dabei.
Damit, dass sie gedenk an mich,
wenn ich nit bei ihr bin.
Behüt dich Gott im Himmelreich,
ade, ich fahr dahin.

Originaltext und Quelle: 

https://de.wikisource.org/wiki/Feins,_Brauns_Maidelein

Noten des Chorsatzes: 

https://www.stretta-music.de/author-caspar-othmayr

Gesang:

Chor: Rundfunk-Jugendchor Wernigerode

Swingle II

LiederTach 

Sologesang: Peter Schreier

mit traditionellen Instrumenten Joculatores Upsalienses

Ohrenfreut

Montag, 17. Juni 2024

Abschied vom Wald

 O Täler weit und Höhen,

Du schöner grüner Wald,

Du meiner Lust und Wehen

Andächt'ger Aufenthalt.

Da draußen stets betrogen,

Saust die geschäft'ge Welt.

Schlag noch einmal den Bogen

Um mich, du grüne Welt.


Im Walde steht geschrieben,

Ein stilles, ernstes Wort,

Vom rechten Tun und Lieben

Und was des Menschen Hort

Ich habe treu gelesen

Die Worte schlicht und wahr,

Und durch mein ganzes Wesen

Ward unaussprechlich klar.


Bald werd' ich dich verlassen,

Fremd in die Fremde geh'n

Auf bunt bewegten Gassen

Des Lebens Schauspiel seh'n.

Und mitten in dem Leben

Wird deines Ernst's Gewalt

Mich Einsamen erheben,

So wird mein Herz nicht alt.

(Text: Josef Freiherr von Eichendorff, 1843)

(Melodie: Felix Mendelssohn-Bartholdy)

Dresdner Kammerchor

King's Singer (mehrere Strophen)

Ivan RebroffIvan Rebroff

Freitag, 31. Mai 2024

Als wir jüngst in Regensburg waren

 

1. Als wir jüngst in Regensburg waren,
sind wir über den Strudel gefahren,
da warn viele Holden,
die mitfahren wollten,
Schwäbische, bayrische Dirndel, juchheirassassa,
muß der Schiffsmann fahren!

2. Und vom hohen Bergesschlosse
kam auf stolzem, schwarzen Rosse,
adlig Fräulein Kunigund,
wollt’ mitfahren übers Strudels Grund.

3. „Schiffsmann, lieber Schiffsmann mein,
sollt’s denn so gefährlich sein?
Schiffsmann, sag mir’s ehrlich,
ist’s denn so gefährlich?“

4. Wem der Myrtenkranz geblieben,
landet froh und sicher drüben;
wer ihn hat verloren,
ist dem Tod erkoren.

5. Als sie auf die Mitt’ gekommen,
kam ein großer Nix geschwommen,
nahm das Fräulein Kunigund,
fuhr mit ihr in des Strudels Grund.

6. Und ein Mädel von zwölf Jahren
ist mit über den Strudel gefahren;
weil sie noch nicht lieben kunnt’,
fuhr sie sicher über Strudels Grund.
Als wir jüngst in Regensburg warenAls wir jüngst in Regensburg waren (Wikipedia)
Gesang (Youtube)

Sonntag, 26. Mai 2024

Rose Marie, Rose Marie (Hermann Löns)

 Rose Marie, Rose Marie

Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie
Rose Marie, Rose Marie
Aber du hörtest es nie

Jedwede Nacht, jedwede Nacht
Hat mir im Traume dein Bild zugelacht
Kam dann der Tag, kam dann der Tag
Wieder alleine ich lag

Jetzt bin ich alt, jetzt bin ich alt
Aber mein Herz ist noch immer nicht kalt
Schläft wohl schon bald, schläft wohl schon bald
Doch bis zuletzt es noch hallt

Rose Marie, Rose Marie
Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie
Rose Marie, Rose Marie
Aber du hörtest es nie

VolksliederarchivVolksliederarchiv

Text: Hermann Löns
Musik: Hermann Engel (in Das Löns-Liederbuch, 1920) — Fritz Jöde (1917) —  Alfons Renard

Sonntag, 28. April 2024

Ich trag in meinem Ranzen

 Ich trag in meinem Ranzen der alten Stiefel zwei

´nen schlechten* und ´nen ganzen, heißa, juchhei!
Den ganzen trag ich auf dem Dreck,
Den schlechten auf dem trocknen Fleck,
So zieh ich durch die Welt, hei, wie der Würfel fällt.

Ich trag in meinem Schädel der guten Freunde zwei,
´nen Burschen und mein Mädel, heißa, juchhei!
Zur schlechten Zeit den guten Freund,
Das Mädel, wenn die Sonne scheint, –
So geht es durch die Welt, hei, wie der Würfel fällt.

Sind sie einmal zerrissen, die Stiefel alle beid´,
Zum Teufel sie gerissen, heißa, juchhei!
Dann lauf ich auf der nackten Pfot,
Da schreckt mich weder Dreck noch Kot, –
So geht es durch die Welt, hei, wieder Würfel fällt.

Und bin ich einst verraten, von Freunden alle beid´,
Vom Schatz und Kameraden, heißa, juchhei!
Schlag ich den Freund mir aus dem Sinn
Und denk vom Mädel: hin ist hin! –
So geht es durch die Welt, hei, wie der Würfel fällt.

Ich will nichts, wenn ich wandre, als Kopf und Füße frei!
Dann pfeif ich auf das andre, heißa, juchhei!
Hat alles seinen alten Lauf,
Ein frischer Bursch bleibt obenauf, –
So geht es durch die Welt, hei, wie es mir gefällt!

Text : de Nora () – Musik ? – in Volker (ca. 1927) —


*Textvariationen:

"Einen halben und 'nen ganzen"

Den halben trag' ich, wenn die Sonn mir lacht

und den ganzen, wenn es schneit und kracht

So fahr ich durch die Welt,  hei, wie der Würfel fällt.


Vergleiche auch:

  • Wir Turner wir wandern wohl durch das Land Wir Turner, wir wandern wohl durch das Land immer lustig, immer rüstig, heißa, juchhei! und Kraft und Mut mit uns Hand in Hand immer lustig,…
  • Wir sind gar eine lust'ge Schar (Turnreihen) Wir sind gar eine lust'ge Schar Auf uns'rer freien Heide So lustig schweift kein Felsenaar Auf hoher Sonnenweide Das ist der Turners Gottesmut Der in…
  • Nichts lustiger als in der Zeit Nichts lustiger als in der Zeit valleri, juchhei wenn Turteltaub und Kuckuck schreit valleri, juchhei und wenn im wilden grünen Wald das Lied der Nachtigall…
  • O Sommer o Sommer du fröhliche Zeit O Sommer o Sommer du fröhliche Zeit hast alles gesegnet weit und breit Juchhei juchhei der Sommer ist da Lalalalala.... Der Himmel ist heiter, die…
  • Auf zur Alb zur Schwabenalb Auf zur Alb zur Schwabenalb zum Fels vom weißen Stein in den Wald den grünen Wald den lichten Buchenhain wo klar der Bach zu Tale…

Liederthema: 
Liederzeit: vor 1915 : Zeitraum: