Donnerstag, 28. Januar 2021

Da oben auf'm Berge

Da oben auf'm Berge 

Refrain: ||:Holla tri hi ja, holla trio, holla tri hi ja, holla trio:|| 

 Da oben, auf'm Berge, da steht ein Gerüst, da werden die Mädchen elektrisch geküsst. 

 Als Frankfurt zu groß ward, da teilt man es ein, in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main. 

 Jeder Mensch hat 'nen Vogel, und die Jungs haben zwei, aber ärgert euch nicht drüber, denn die Mädchen haben drei. 

Ich steh' auf 'ner Brücke und spucke in'n Kahn, da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann. 

 Da oben, auf'm Berge, wo die Bäume sich biegen, da hau'n sich zwei Kahlköpfe, dass die Haare so fliegen. 

https://www.grasalarm.de/songs/da-oben.htm

Montag, 10. August 2020

Wir wollen zu Land ausfahren

Wir wollen zu Land ausfahren
wohl über die Fluren weit,
aufwärts zu den klaren
Gipfeln der Einsamkeit.
Woll´n lauschen woher der Sturmwind braust,
lauschen was hinter den Bergen haust
und wie die Welt so weit, und wie die Welt so weit.
Fremde Wasser dort springen,
sie soll´n uns´re Weiser sein,
froh wir wandern und singen
Lieder ins Land hinein.
Und glüht unser Feuer an gastlicher Statt,
so sind wir geborgen und schmausen uns satt
und die Flamme leuchtet darein, und die Flamme leuchtet darein.
Und steigt aus tiefem Tale heimlich und still die Nacht,
und sind vom Mondenstrahle Gnomen und Elfen erwacht.
Dämpfet die Stimme, die Schritte im Wald
so hör’n, so schau’n wir manch Zaubergestalt,
die wallt mit uns durch die Nacht, die wallt mit uns durch die Nacht.
Es blüht im Walde tief drinnen die blaue Blume fein,
die Blume zu gewinnen ziehn wir ins Land hinein.
Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluß,
und wer die blaue Blume finden will, der muß
ein Wandervogel sein, ein Wandervogel sein.
Text: Hjalmar Kutzleb (Horant) (1911)
Musik: Kurt von Burkersroda (1912)
Gesang (Es gibt noch problematischere Interpretationen.)

Montag, 25. Mai 2020

Verstohlen geht der Mond auf

Verstohlen geht der Mond auf,
blau, blau Blümelein,
durch Silberwölkchen geht sein Lauf.
Rosen im Tal,
Madel im Saal,
o schönste Rosa.

Er steigt die blaue Luft hindurch,
blau, blau, Blümelein,
bis das er schaut auf Löwenburg.
Rosen im Tal,
Mädel im Saal,
o schönste Rosa.

O schaue Mond durchs Fensterlein,
blau, blau, Blümelein,
schön Trude lock mit deinem Schein!
Rosen Im Tal,
Mädel im Saal,
o schönste Rosa.

Und siehst du mich und siehst du sie,
blau, blau, Blümelein,
zwei treu're Herzen sahst du nie.
Rosen im Tal,
Mädel im Saal,
o schönste Rosa.

Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869)

Es kam ein Herr zum Schlößli


1. Es kam ein Herr zum Schlößly
Auf einem schönen Rößly,
Da lugt die Frau zum Fenster aus
Und sagt: Der Mann ist nicht zu Haus
2. Und niemand heim als Kinder
Unds Mädchen auf der Winden.
Der Herr auf seinem Rößly,
Sagt zu der Frau im Schlößly:
3. Sinds gute Kind, sinds böse Kind?
Ach liebe Frau, ach sagt geschwind.
Die Frau, die sagt: Sehr böse Kind,
Sie folgen Muttern nicht geschwind.
4. Da sagt der Herr: So reit ich heim,
Dergleichen Kinder brauch ich kein.
Und reit auf seinem Rößly,
Weit, weit entweg vom Schlößly.
Feiner Almanach. I. B. S. 145,
aus Des Knaben Wunderhorn, I. Band

Freitag, 15. Mai 2020

Alle Birken grünen in Moor und Heid

Alle Birken grünen in Moor und Heid
Jeder Brambusch  leuchtet wie Gold
Alle Heidlerchen jubeln vor Fröhlichkeit
Jeder Birkhahn kollert und tollt
Meine Augen gehen wohl hin, wohl her
Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor
Auf dem braunen, grünschimmernden Heidemeer
Und steigen zum Himmel empor
Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölklein zieht
Wie ein Wollgrasflöckchen, so leicht
Und mein Herz, es singt ein leises Lied
Das auf zum Himmel steigt
Ein leises Lied, ein stilles Lied
Ein Lied so fein und so lind
Wie ein Wölklein, das über die Bläue zieht
Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind
Text: Hermann Löns (1901)
Melodie: Ernst Licht

Samstag, 18. April 2020

Bald allzubalde


Einsam im Walde blüht wohl ein Blümlein rot,

Bald, allzubald bin ich tot,
Bald, allzubalde
Fleugt wo ein Stückchen Blei, nimmt mir mein Sorgen
Mir ist halt einerlei: heut' oder morgen
Weit, wo das Tal hinab graben drei Spaten,
Graben ein Kühles Grab für ein Soldaten
Drüben im Dämmerschein, allwo im Städtchen
Weint wo im Kämmerlein irgendein Mädchen
Blüht wohl ein Blümlein rot einsam im Walde,
Balde, gar bald bin ich tot,
Bald, allzubalde

Ernst Brockmann geschrieben am 20.5.1916 vor Verdun, gefallen am 7.6.



"Die Spanische Grippe war eine Influenza-Pandemie, die durch einen ungewöhnlich virulenten Abkömmling des Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) verursacht wurde und sich zwischen 1918 – gegen Ende des Ersten Weltkriegs – und 1920 in drei Wellen verbreitete und bei einer Weltbevölkerung von etwa 1,8 Milliarden zwischen 27 Millionen und 50 Millionen Menschenleben forderte,[1] Vermutungen reichen bis zu 100 Millionen.[2] Damit starben an der Spanischen Grippe mehr Personen als im Ersten Weltkrieg (17 Millionen). Insgesamt sollen etwa 500 Millionen Menschen infiziert worden sein,[3] was eine Letalität von 5 bis 10 Prozent ergibt, die damit deutlich höher lag als bei Erkrankungen durch andere Influenza-Erreger.[4]

Eine Besonderheit der Spanischen Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden. Varianten des Subtyps A/H1N1 verursachten 1977/1978 den Ausbruch der Russischen Grippe und 2009 den der „Schweinegrippe“-Pandemie. Die Asiatische Grippe (1957) und die Hongkong-Grippe (1968) basierten zwar auf anderen Subtypen, der überwiegende Anteil der internen Gene stammt jedoch vom Virus der Spanischen Grippe, weswegen sie vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie als „Mutter aller Pandemien“ bezeichnet wurde.[5] [...]"


Samstag, 14. März 2020

Unsre Wiesen grünen wieder

Unsre Wiesen grünen wieder
Blumen duften überall
Fröhlich tönen Finkenlieder
Zärtlich schlägt die Nachtigall
Hell im Glanz der Sonne strahlet
goldgefärbt der Wolkensaum
und der holde Frühling mahlet
rot und weiß den Apfelbaum
Alles rund umher verkündet
unsers Schöpfers Freundlichkeit
was da lebet und empfindet
freut sich dieser Wonnezeit
welch ein neues reges Streben
herrscht im Wald und auf der Flur
Sollt ich ihn auch nicht erheben
ihn den Vater der Natur?
Ja, in der Geschöpfe Menge
die dich preisen, misch auch ich
Vater, meine Lobgesänge
und frohlock und preise dich
Deiner Huld und deiner Güte
will auch ich mich dankbar freun
und mit kindlichem Gemüte
dir mein ganzes Leben weihn
Text: anonym , der Text stammt wohl ursprünglich von  von Salis-Seewis (1787), der Originaltext ist ein Loblied auf den Frühling und die Jugend .
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
in: Lieder für höhere Mädchenschulen (1919)
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